Bitterstoffe

Bitterstoffe nehmen wir heute kaum mehr über unsere Nahrung auf. Aber sie sind gesund für unseren Körper, indem sie unsere Verdauung unterstützen und so auch unser Immunsystem. Ganz anders als in kultiviertem Gemüse sind in heimischen Wildkräutern wie Wermut und Andorn noch immer eine große Menge Bitterstoffe enthalten. Wir führen euch ins Thema Bitterstoffe ein, denn wir sind so große Freunde dieser Nährstoffe, dass wir sie mit unserem Oxymel Bitter alltagstauglich gemacht haben.

 

Wir klären alle Fragen und versorgen euch mit einem einfachen Rezept: 

  • Für was sind Bitterstoffe gut?
  • Warum gibt es Bitterstoffe?
  • Wie wirken Bitterstoffe auf den Körper?
  • Welche Kräuter enthalten viele Bitterstoffe?
  • Bei was hilft Wermut?
  • Wie wirkt Wermut?
  • Rezept für eine Wermut Tinktur

 

Bitterkälter

Abwehrkräfte durch Bitterstoffe

Geht es der Verdauung gut, verwerten wir die Nahrung besser und können mehr Nährstoffe aufnehmen. Außerdem ist ein Großteil der Abwehrzellen im Darm zuhause. Rund 70 Prozent sind in den Darmwänden lokalisiert. Damit diese gute Arbeit leisten können, sind sie unter anderem von einer guten Darmflora abhängig. Gerät diese aus dem Gleichgewicht, wird die körpereigene Abwehr geschwächt und krankmachende Keime nehmen die Überhand. Ein alter Spruch, der viel Wahrheit in sich trägt, besagt: 

„Was bitter dem Mund, ist dem Magen gesund.“ 

Warum gibt es Bitterstoffe?

Bitterstoffe dienen als Stärkungsmittel und unterstützen unser Verdauungssystem. Diese waren im Mittelalter der Hauptbestandteil vieler Lebenselixiere (Theriaks) und wurden als universelle Medizin geschätzt. Im Pflanzenreich dienen Bitterstoffe als Fraßschutz und sind in vielen Wurzeln enthalten. Aber auch in Blättern und Früchten. Die Fressfeinde sind Insekten oder Pilze, weniger Säugetiere.

Wirkung von Bitterstoffen im Körper

Die Wirkung der Bitterstoffe entfaltet sich bereits im Mund: Die Produktion der Verdauungssäfte wird angeregt, die Darmbewegung aktiviert. Die Resorption von Nährstoffen, wie B12 und Eisen wird durch eine verstärkte Durchblutung im Verdauungstrakt verbessert. Indem der bittere Geschmack die Schleimhäute zusammenzieht und anschließend wieder ausdehnt, können Krankheitserreger schneller ausgeschieden werden.

Die Wegwartenwurzel ist eine schwache Bitterstoffdroge und so ideal für den Einstieg in die Welt der Bitterstoffe. Eines der bittersten heimischen Wildkräuter ist Wermut. Wir stellen ihn euch hier einmal genauer vor.

Wermut

Von Juli bis September kann man die Blätter des Wermuts sammeln. Die Blätter sehen ein wenig aus wie Beifuß. Es reicht ganz wenig des intensiven Krauts.

Facts über den Wermut

Mönche kultivierten Artemisia absinthium in ihren Gärten. Der bekannte Absinth Schnaps war einige Zeit verboten, da das ätherische Öl des Krauts leicht giftig ist. Ein übermäßiger Verzehr führt außerdem zu Kopfschmerzen (auch ohne den Alkohol). Meist nutzen wir es heute nur als Aroma oder in Magenbitter.

Inhaltsstoffe & Wirkung des Wermut

Seine Bitterstoffe regen die Verdauung an und kräftigen sie. Ganze 70 Prozent unseres Immunsystems liegen genau dort. Bittere Stoffe aus unserer Nahrung haben also einen positiven Effekt auf unsere Abwehrkräfte. Unser Körper kann dank dieser Bestandteile wichtige Nährstoffe wie Vitamin B12 und Eisen effektiver aufnehmen.

Dadurch, dass die Inhaltsstoffe die Sekretion von Magensaft anregen, wird er bei Verdauungsschwäche und Appetitlosigkeit eingesetzt. Auch bei einer schwachen Galle kann er unterstützen. Außerdem wirkt Wermut entkrampfend und kann die Menstruation anregen, aber auch Wehen in der Schwangerschaft auslösen.

Rezept: Wermut-Tinktur

Wermut verarbeiten wir entweder zu Tee, Oxymel oder einer Tinktur. Als Tee lässt man das Kraut 10 Minuten ziehen und trinkt ihn in kleinen Schlucken. Hier sind 3 Tassen am Tag erlaubt und das auch nur über eine Periode von 6 Wochen hinweg. Menschen mit Magen-oder Darmgeschwüren sollten Wermut generell meiden.

Einfache Tinktur mit Alkohol

  • Marmeladenglas
  • Wermutkraut
  • Doppelkorn oder Weingeist

In einem Marmeladenglas Wermut mit Alkohol im Verhältnis 1: 5 übergießen. 5 Tage ziehen lassen. Abseihen und in ein dunkles Glas füllen. 1-3 Mal täglich 20-30 Tropfen in etwas Wasser verdünnt trinken.

 

Auch wenn wir heute oft abgeschreckt sind vom bitteren Geschmack, ist er äußerst gesund für uns. Wir hoffen, dass sich immer mehr Menschen herantrauen an Bitterkräuter. Die Devise ist: mit wenigen und nicht so bitteren Kräutern anfangen. Dann langsam steigern. Wenn wir keine Zeit haben frisch zu sammeln, nehmen wir unser Oxymel Bitter zur Hand.