SPRITZIGER
BRENNNESSEL-DRINK
Einfach, erfrischend
und voller Pflanzenpower
3 MIN
Sie wächst am Wegesrand, zwischen Mauerritzen und im Garten und wird oft übersehen oder gar wegen pieksender und juckender Kindheitserinnerungen gemieden. Dabei ist die Brennnessel ein echtes Allround-Talent und lässt sich vom Tee bis zum Wildkräuter-Spritz vielseitig in der Küche verwenden.
Die unterschätzte Brennnessel: Mehr als nur ein „Unkraut“
Obwohl man sie im eigenen Garten und auf dem Acker bekämpft, gibt es allein auf dem deutschen Markt über 100 verschiedene Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel mit Extrakten aus Brennnesselblättern, Brennnesselsamen oder Brennnesselwurzeln.
Je nach Standort enthält sie zwei- bis viermal so viel Eisen wie Rindersteak, enthält ähnlich viel Eiweiß wie Hülsenfrüchte und großzügige Mengen an Vitamin C und Kalium. Außerdem werden ihre entzündungshemmenden Eigenschaften besonders im Frühling bei Allergien geschätzt.
In der traditionellen Pflanzenkunde wird die Brennnessel seit Jahrhunderten vielseitig eingesetzt. Heute entdecken wir sie wieder neu – als Zutat in Smoothies, Suppen oder als Basis für erfrischende Getränke wie unseren Brennnessel-Spritz.
Brennnesseln sammeln: Darauf solltest du achten
Von März bis August blüht die Brennnessel in unseren Breiten. Das ist auch die ideale Zeit, um die Blätter zu ernten. Die besten Blätter sind jung, zart und wachsen vor allem im Frühling und Frühsommer. Später im Jahr werden die Blätter fester und intensiver im Geschmack. Die Brennnessel wächst überall dort, wo der Boden feucht und nährstoffreich ist.
Der beste Schutz vor den stechenden Brennhaaren sind nach wie vor Handschuhe. Wer beherzt zupackt und von unten nach oben zieht, wird sich aber auch ohne Handschuhe kaum verbrennen, denn die stechenden Härchen sind leicht nach oben geneigt. Der feste, schnelle Griff bricht die Brennhaare oft einfach um, bevor sie die Haut durchstechen können. Nach dem Pflücken können die Blätter durch leichtes Reiben mit dem Nudelholz, Hacken oder Erhitzen „entschärft“ werden. Die Brennhaare sind druck- und hitzeempfindlich und verlieren so die brennende Wirkung.
Fun Fact: Die Brennnessel ist ein echter Kosmopolit, denn sie kommt überall auf der Erde vor. Sie zeigt auf jedem Kontinent an, wo der Boden besonders stickstoffreich ist. Deshalb zählt sie zu den sogenannten „Zeiger-Pflanzen“, aus denen man Rückschlüsse auf die Bodenverhältnisse ziehen kann.
Und wie immer gilt: Sammle nur so viel, wie du wirklich brauchst, und achte darauf, die Pflanze nicht vollständig zu entfernen. So kann sie weiter wachsen und bleibt Teil ihres natürlichen Lebensraums.
BRENNNESSEL OXYMEL
Oxymel Kraft
Für alle Brennnessel-Fans:
Die Wildpflanze steckt auch
in unserem hochkonzen-
trierten Kraft-Auszug.
Brennnessel-Spritz-Rezept
Einfach gemacht, erfrischend lecker, voller Pflanzenpower und das absolute Lieblingsrezept unserer Instagram-Community. Ganz nebenbei kann die Kombination aus Brennnessel, Honig und Ingwer bei Heuschnupfen unterstützen. Sie wirkt entzündungshemmend, beruhigt die Schleimhäute und stärkt das Immunsystem.
Zutaten für 1 Glas
1 Handvoll frische Brennnesseln (gewaschen)
1 Stück Ingwer (geraspelt)
1 Zitrone (geviertelt)
200 ml Wasser
2 TL Honig
Eiswürfel
und Gurkenscheiben
zum Garnieren
Mineralwasser
Zubereitung
Brennnessel, Ingwer und Zitrone 20 Minuten köcheln lassen.
Abkühlen lassen, anschließend den Honig einrühren.
60 ml des frischen Brennnesselauszugs mit Eiswürfeln und Gurke in dein Glas geben.
Je nach Geschmack mit Mineralwasser auffüllen. Cheers!
Tipp: Wenn du nicht sicher vor der Haustür sammeln kannst, ist unser Kraft Oxymel eine gute Alternative zur frischen Brennnessel. Einfach die Handvoll Brennnessel und den Honig mit 1 EL Kraft Oxymel ersetzen.
MANIFEST
„In der Brennnessel zeigt sich mustergültig der Widerspruch zwischen gehasstem Unkraut und kraftvoller Wildpflanze. Für mich ist sie ein absolutes Must-Have in der Wildkräuterküche!“
LINA VON KRUUT



