Apfelessig

Die Wirkung des alten Hausmittels ist weit bekannt. Es unterstützt die Funktion des Darms und hält die Darmflora in Balance. Dem Apfelessig werden in der Pflanzenheilkunde außerdem entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften zugesagt. Wir sind so überzeugt von dem regionalen probiotischen Lebensmittel, dass wir es als Teil unserer Basis für Oxymel verwenden. Morgens getrunken gehört er zu unserem täglichen Ritual (Lesezeit 2 Minuten).

 

In diesem Artikel erfährst du mehr über die tollen Eigenschaften von Apfelessig:

  • Wie entsteht Apfelessig?
  • Für was ist Apfelessig gut?
  • Welche Qualität sollte Apfelessig haben?
  • Wie wirkt Apfelessig in einem Auszug?
  • Wie wendet man Apfelessig als Kur an?
  • Wie kann man Apfelessig selber machen?

 

Apfelessig selber herstellen

Traditionell fast überall

In fast allen Kulturen der Erde findet sich das saure Fermentat als Medizin und Nahrungsmittel wieder. Es lohnt sich ein genauerer Blick auf das unterschätzte Ferment.

Fruchtiges Ferment

Sobald der Zucker und die Stärke im Apfelmost fermentieren, entsteht Apfelessig. Dieser ist vor allem ein Meister der Balance: Das Ferment normalisiert den Säuren-Basen-Haushalt des Körpers und pendelt die Darmflora ein. Wie das?

Wirkung auf den Körper

Apfelessig unterstützt die guten Bakterien im Darm und lässt den schlechten keine Überlebenschance. Der Trunk regt auch die Bildung von Magensäure an, wenn wir uns nach einem reichhaltigen Essen schwer fühlen. So wird der Darm unterstützt und unser Körper kann wertvolle Mineralstoffe aus den Lebensmitteln viel besser aufnehmen

Qualität schätzen

Als Hausmittel sollte er nur in bester Qualität verwendet werden: naturtrüb, nicht pasteurisiert und in Bioqualität. Nur so sind noch alle Inhaltsstoffe erhalten. In unseren Oxymels findet man ihn in genau dieser Form, denn er wird während des Ausziehens zu Oxymel nie erhitzt. Wir beziehen ihn regional aus dem Wendland. Die Äpfel in Demeter-Qualität kommen zu einem großen Anteil von Streuobstwiesen, wichtigen Biotopen mit großer Artenvielfalt.

Alkoholfreie Extraktion

In Oxymel ist der Apfelessig unerlässlich. Dank ihm können wir auf Alkohol verzichten und die enthaltenen Wildkräuter nur mit Hilfe des Apfelessigs extrahieren und so die wertvollen Pflanzenstoffe lösen. Dadurch sind unsere Elixiere nicht nur bekömmlicher als alkoholische Auszüge, sondern schmecken auch erfrischend lecker.

Apfelessig als Kur

Da der fruchtige Essig unsere Darmflora in Balance bringt, wenden wir ihn gern als Kur an. Das hat den Effekt, dass die Bakterien im Darm über eine längere Zeit hinweg gestärkt werden. Der Körper beginnt zu entschlacken und nimmt nach der Kur Nährstoffe besser auf. Während der Kur nimmt man für einige Tage mehrmals täglich Wasser gemischt mit Apfelessig zu sich. Klingt nicht so lecker, oder? Deshalb empfehlen wir statt des Apfelessigs einfach Oxymel zu trinken. Der ist süßer und wir profitieren außerdem von den tollen Nährstoffen aus den extrahierten Wildkräutern und dem Akazienhonig. Der ausgleichende Effekt tritt trotzdem ein.

Apfelessig selbst herstellen

Funktioniert. Ist denkbar einfach und es können noch Apfelreste (vom Apfelkuchen backen oder Apfelmus kochen) verwendet werden. Dazu brauchen wir:

  • ausgekochte, sterile Weckgläser
  • Apfelreste (Schalen, Kerngehäuse, Apfelstücke) ohne faule Stellen
  • Alternativ: frische Äpfel in kleinen Stücken
  • 2 EL Zucker pro Kilo Apfelreste
  • Wasser

Anleitung

  • Apfelreste in die Gläser füllen, sodass sie zu 80 Prozent voll sind. Zucker gleichmäßig auf die Gläser verteilen (sorgt für eine schnellere Gärung). Gläser mit Wasser auffüllen, sodass die Äpfel bedeckt sind. Mit Tüchern abdecken (nicht mit Deckel verschließen).
  • Regelmäßig mit einem sauberen Löffel umrühren (vermeidet Schimmel). Vier bis sechs Wochen warten bis der typische Essiggeruch entsteht.
  • Nicht erschrecken: auf der Oberfläche bildet sich ein weißer Film, der durchsichtig und gelartig wird. Das ist die Essigmutter.
  • Essig in sterile Flaschen umfüllen. Dabei Apfelreste aussieben. Essigmutter auffangen. Die kann beim nächsten Mal zum Einsatz kommen und verschnellert den Prozess. Bleibt die Essigmutter im Essig entsteht naturtrüber Essig.

 

Bei diesem Rezept kann nichts schief gehen. Besonders wirkungsvoll ist der Apfelessig, wenn man ihn morgens auf nüchternen Magen trinkt. Mit (lauwarmem) Wasser verdünnt oder als Oxymel wird daraus ein schönes Morgenritual, das unser Bauch lieb gewinnt.